Workshops für Führungskräfte
ANALYSIEREN PRIORISIEREN FÜHREN STABILISIEREN
KI-gestützte Strategie- und Portfolioanalyse
Strategische Analyse mit menschlicher Expertise nach der ALIGN-Methode
Mit KI evidenzbasierte, nachvollziehbare und belastbare Entscheidungen von der Strategie bis zum Portfolio treffen.
Dauer
1 Tag (offen); 2 Tage (inhouse), der zweite Tag angewandt auf die Fälle der Teilnehmer
Format
Präsenz; offen oder inhouse. Gruppen von 10 bis 15. Keine Aufzeichnung. Tool- und Hersteller-neutral.
Zielgruppen
- CIO
- Strategie-Analysten//innen
- Berater/innen
- Leiter/innen Strategie
- Leiter/innen Portfoliomanagement
- PMO-Leiter/innen
- Enterprise-Architekten/innen
Problem und Relevanz
Ein KI-Modell erstellt in fünf Minuten eine Strategieanalyse, die sich gut liest. Es nennt die richtigen Frameworks, formuliert flüssig und gelangt zu Empfehlungen, die plausibel klingen. Der Mangel zeigt sich nicht beim Lesen. Er zeigt sich, wenn jemand im Gremium fragt, woher eine Zahl stammt oder warum diese Empfehlung aus jenem Befund folgt. Eine direkte Abfrage verliert vier Sicherungen: Quellenprüfung, Schutz vor falscher Konvergenz, Plausibilitätsprüfung und Nachvollziehbarkeit. Dieser Kurs vermittelt ein Vorgehen, das diesem Moment standhält, und trägt das strategische Ergebnis anschließend bis ins IT-Portfolio.
Lernergebnisse und Nutzen
Wissen: Was Sie mitnehmen
- Die vier Sicherungen, die eine direkte Abfrage verliert: Quellenprüfung, Schutz vor falscher Konvergenz, Plausibilitätsprüfung und Nachvollziehbarkeit
- Warum fünf nebeneinandergestellte Framework-Ergebnisse noch keine Übereinstimmung sind und wie sich die Frameworks zu einem System verbinden
- Die zwei Wege, auf denen Evidenz in eine Analyse gelangt — ausgewählt und umstrukturiert versus unverändert durchgereicht — und warum die Unterscheidung haftungsrelevant ist
- Die Kette vom strategischen Befund über Ziele und Fähigkeitslücken bis zum Roadmap-Element
Fähigkeiten: Was Sie danach können
- Eine Evidenzbasis aufbauen, die von der Interpretation getrennt bleibt
- Fünf strategische Frameworks als ein verbundenes System führen, in der Reihenfolge, in der sie aufeinander aufbauen
- Zuordnen und dokumentieren, was vom Menschen und was von der Maschine stammt
- Aus einer strategischen Aussage IT-Ziele, Fähigkeitslücken und priorisierte Projektvorschläge ableiten und im IT Alignment Canvas festhalten
- Ein Ergebnis über zwei unabhängige Modelle gegenprüfen und eine von anderen eingereichte KI-gestützte Analyse bewerten, um zu benennen, wo sie nicht trägt
Themen und Inhalte
Ein Tag in zwei Hälften: Der Vormittag behandelt die Strategieanalyse, der Nachmittag trägt das Ergebnis ins IT-Portfolio. Beide arbeiten am selben Fall: ein börsennotiertes Industrieunternehmen unter Preisdruck, analysiert aus echten Quellen.
Der plausible KI-Fehler
- Eine direkte Abfrage zum Fall, live im Raum
- Die vier Bruchstellen, die folgen
- Was ein flüssiges Ergebnis verbirgt
Fünf Werkzeuge, ein System — die vernetzte Toolbox
- Die Verbindung statt der einzelnen Frameworks
- Resource-based View und Value Disciplines
- Fünf Ergebnisse als System lesen
Evidenzbasis und Attribution
- Faktensammlung von Interpretation trennen
- Die zwei Wege, auf denen Evidenz in die Analyse gelangt
- Das Attributionsprotokoll
Vom Befund zur Empfehlung
- Die Nachvollziehbarkeitstabelle
- Aufwand-Wirkungs-Matrix
- Gegenprüfung über zwei unabhängige Modelle
Zielableitung und Fähigkeitslücken
- Vom strategischen Ergebnis zu Business- und IT-Zielen
- Ist- versus Soll-Zustand
- Das IT Alignment Canvas als Arbeitswerkzeug
Von der Lücke zum Projektvorschlag
- Vorschlagsvorlage
- Scoring-Modell und Gates
- Prioritätsstufen, regulatorischer Vorrang, Abhängigkeiten
Durchgängige Nachvollziehbarkeit
Die Kette rückwärts gelesen: vom Roadmap-Element bis zur Zahl im Geschäftsbericht
Warum dieser Schritt den Wert des gesamten Vorgehens sichtbar macht
Methoden
Etwa 40 Prozent Vortrag und 60 Prozent Teilnehmeraktivität.
- Live-Demonstration am Fall, in Echtzeit, mit sichtbarem Scheitern
- Angeleitete Übung am eigenen Rechner der Teilnehmer, Schritt für Schritt
- Paare arbeiten mit zwei Modellen: Die Gegenprüfung ist selbst die Übungsform — das Ergebnis der einen Seite wird von der anderen infrage gestellt
- Plenumsbesprechung nach jeder Übung, mit Fokus auf das, was nicht gefunden wurde
- Peer-Austausch als Einstieg: Die Teilnehmer legen zunächst offen, wie ihre eigene Organisation heute KI-Ergebnisse validiert, bevor das Vorgehen eingeführt wird
Der besondere Ansatz
- Analyse mit KI. Ein Vorgehen, das standhält, wenn ein Gremium eine Zahl hinterfragt — keine Sammlung von Prompts.
- Die ALIGN-Methode, veröffentlicht in Strategic Analysis in Practice (2026) und an einer realen Fallstudie durch unabhängige Expertenprüfung getestet; beide zugrunde liegenden Publikationen werden den Teilnehmern bereitgestellt.
- Erreicht eine Rolle, die kein vergleichbarer Kurs adressiert: Menschen, die Analysen bewerten, statt sie zu erstellen.
Voraussetzungen
- Erfahrung mit strategischer Analyse oder Portfolioarbeit auf verantwortlicher Ebene
- PESTEL, Five Forces und SWOT werden vorausgesetzt; Resource-based View und Value Disciplines werden im Kurs eingeführt, kein Vorwissen erforderlich
- Grundlegende Vertrautheit mit einem Sprachmodell (kein technisches Wissen oder Prompting-Erfahrung nötig); eigener Laptop mit Zugang zu zwei verschiedenen Modellen
Termine und Durchführung
Über ausgewählte Seminaranbieter. Inhouse auf Anfrage.
Kursleitung
Dr. Christof Gellweiler, Autor des IT Alignment Guide V2 und von Strategic Analysis in Practice; 30 Jahre in IT und Transformation.